Klassisches Ballett
Mark McClain wurde in New York geboren. Seinen ersten Ballettunterricht erhielt er bei Alfred Corvino (ehemaliger Solist beim legendären Marquis de Cuevas) in New York, danach an George Balanchine’s School of American Ballet. 1973 folgte er einer Einladung John Cranko’s und Anne Woolliams und nahm ein Stipendium für die John Cranko Schule in Stuttgart an, wo er im Anschluß Mitglied des Stuttgarter Balletts wurde. Bald tanzte er Solorollen in Apollo (George Balanchine), Schwanensee, Romeo und Julia (John Cranko) und Le Sacre du Printemps (Glen Tetley). In der Stuttgarter Premiere von Gaîté Parisienne (Maurice Béjart) tanzte er die Hauptrolle des Bim. Mit Béjarts Kompanie, dem Ballett des XX. Jahrhunderts, unternahm er 1984 eine USA Tournee, auf der er in Wien, Wien, nur du allein (Maurice Béjart) tanzte. 1984 wurde Mark McClain zum ersten Solisten ernannt. Ein Jahr später verließ er Stuttgart und ging mit seinem Schulkollegen Uwe Scholz zum Züricher Ballett. Seit der Spielzeit 1987/’88 war er wieder Mitglied beim Stuttgarter Ballett. Nun kamen Rollen hinzu wie der Blaue Vogel in Dornröschen (Marcia Haydée), Joker in Jeu de Cartes (John Cranko), Mercutio in Romeo und Julia (John Cranko), Libera Me in Requiem (Sir Kenneth MacMillan) und Papageno in Die Zauberflöte (Maurice Béjart) und viele Andere. Folgende Choreographen haben Rollen speziell für Mark McClain kreiert: Renato Zanella, Pierre Wyss, Maurice Béjart, Uwe Scholz und William Forsythe. Er war weltweit auf Tour- neen mit dem Stuttgarter Ballett und gastierte erfolgreich in ganz Europa, Nord und Südamerika, Japan, China und Israel sowie auf verschiedenen Festspielen. 1988 choreographierte er sein erstes Stück, Dumky im Rahmen der Noverre– Gesellschaft „Junge Choreographen“. 1995 choreographierte er den Abend Zeitenwende für das Stuttgarter Ballett, 1996 das Ballett Glenville für das Braunschweiger Ballett und Talk about R. für das Rossini Festival in Wildbad. Zwischen 1992 und 1997 tourte Mark McClain mit einigen seiner Stücke und mit verschiedenen Gruppierungen des Stuttgarter Balletts durch Baden-Württemberg, Frankreich, Holland und England. Seit 1998 ist Mark McClain als freischaffender Choreograph tätig und kreierte im selben Jahr Night and Day für die Akademie des Tanzes Mannheim/Heidelberg und für das Rossini Festival in Bad Wildbad die Ballette Danse Bergamasque und Left Tennis Tango. 1998 nahm er an den Ludwigsburger Schlossfestspielen mit der Choreographie Le Cahier Perdu de Casanova zu Neuer Musik des Prix de Roma-Gewinners Claudio Ambrosini teil. Ebenfalls 1998 entstand die Choreographie Touch für das Europafestival der Regionen in Fellbach. 1999 kreierte er die Stücke Second Touch und 2000 Bewitched, Bothered and Bewildered für das Braunschweiger Ballett. 2001 nahm er am Europa Festival der Regionen in Fellbach mit dem Stücken Belle Histoire, getanzt von Solisten des Stuttgarter Balletts und Oblivion teil, das er eigens für das Solistenpaar, Maria Eichwald und Alen Botaini des Münchner Nationaltheaters kreierte. Für die Spielzeit 2001/’02 hat Mark McClain die Interimsdirektion des Balletts des Mannheimer Nationaltheaters übernommen. In dieser Zeit realisierte er verschiedene Ballettabende mit internationalen Gastchoreographen, u.a. ein Handlungsballett zu der Musik der Söhne Mannheims Zion . Danach choreographierte er in Leipzig, Berlin, Slowenien, Holland, Chemnitz, Brasilien Nordhausen, Stuttgart und Tokyo Ein Paar seiner Ballette: Diamond World, Children’s Games, The Penguin Cafe Mysteries, Ladies and Gents, Slow Dance, Dancing & Romancing, Possessed und Charlie’s Party!
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